Reiseberichte

Badewetter und Klapperheck

Von Mesolonghi unserem Griechenlandstützpunkt weg mit Sonne satt und keinem Wind. So kommt relativ schnell der Wunsch auf, möglichst schnell eine Badebucht anzusteuern um der Hitze zu entgehen. Gesagt getan, die Route so gewählt, dass die “heissen” Teile des Tages im wahrsten Sinn des Wortes im Wasser verbracht wurden. Dieses hatte mit 27° plus den Charakter einen grossen Badewanne. Sauber und absolut klar war das Wasser aber in allen Badebuchten.

Was mehr genervt hat ist die Wellendichtung die sich langsam mit jeder Meile im Kielwasser aufgelöst hat. Für was diese Wellendichtung gut ist?  Sie dämpft, federt, und führt die Welle, an deren Ende der Propeller sitzt. Im Prinzip ein Gummilager. Technisch einfach und zweckmässig. Je weniger Gummilagerdicke desto klappriger, klopfender der schlagende Lärm der Welle, mit Vibrationen im ganzen Boot.

Ergebnis: Wir haben die Marina Cleopatra in Prevazza angelaufen. Diese Wellendichtung muss erneuert werden. Dafür muss das Schiff aus dem Wasser. 15 Tonnen an den Hacken. Das soll am Montag geschehen. Mit der Hoffnung, am selben Tag wieder im Wasser zu schwimmen.

An allen neuralgischen Stellen hat es Leuchtfeuer. Bereits im Altertum waren an diesen Stellen Leuchtfeuer, mit richtigem Feuer als Lichtquelle. Mit der Einführung der GPS Navigation werden nach und nach Leuchttürme stillgelegt.

 

 

 

 

 

 
Die Ufer in den Badebuchten erlauben, eine Landleine sicherr und einfach festzumachen

 

 

 

 
Unter Schiffs wird es sehr heiss. Hier hilt nur die Zufuhr von viel Luft. Dazu stellen wir einen Windsack in den Wind, und schon haben wir “Sturm” in der Bude.

 

 

 

 
Alleine ist man selten. Alle lesen und konsultieren ähnliche Revierführer. Somit trifft man sich immer wieder an den besten Orten.

In einer Bucht stand in unserem Führer, dass Ratten gesichtet wurden auf der Insel, mann solle also die Landleine mit einer Rattensicherung versehen. Am besten eine PET Flasche über die Leine, die ist so glatt, da können sich ratten nicht halten. Soweit der Führer.

Als wir in besagte Bucht kamen, hatten alle Boote bereits Rattenfallen. Italiener, Deutsche, Amerikaner etc.

Jeder Führer hat die “Rattenstory” vom anderen abgeschrieben.

Ratten haben wir übrigens keine gesehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Um nicht um alle Inseln fahren zu müssen haben die alten Griechen oft kurze Kanäle gegraben. Der Kanal von Levkas wurde von den Korinther 700 v.CH gegraben.

Diese Kanäle werden heute rege benutzt. Nur sind sie eng, sehr eng.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und irgend wann brauchts auch eine Brücke über den Kanal. Warten ist angesagt. Öffnungszeiten nur alle Stunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar laute Sirenentöne und schon werden beide Enden angehoben und die Schwimmbrücke zur Seite gedreht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Kaum ist der Weg frei drängeln alle hinter uns liegenden Boote. Keiner will den kurzen Zeitpunkt der Öffnung verpassen.

 

 

 

 

 

 

Am nördlichen Eingang zum Kanal Fort Agios Mavra, 1300 erbaut. Von den Venezianer und später den Türken erweitert. Heute Ruine.

 

 

 

 
Hier liegen wir in der Marina Cleopatra, gegenüber der Stadt Prevazza am Aussenschwimmsteg. Eine grosse Meeresschildkröte schwimmt immer mal vorbei. Ich erwisch sie schon noch auf dem Foto.

 

 

 

 

 

 

Im Hafen Café hat es Internetempfang, den wir auch im Schiff benutzen können. Fast so schnell wie zuhause.

 

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