Reiseberichte

Helsinki

Von Tallin sind wir früher nach Helsinki. Wegen einem sehr günstigen Wetterfenster. Und wegen dem Termin bei Furuno Finnland. Furuno ist der Lieferant der neue Navigation. Bis Helsinki sind wir mit einer mal funktionierenden, mal nicht funktionierenden Navigation gesegelt.

Ab Helsinki funktionierts zu 100%. Der finnische Furunotechniker hat den “Pfusch” sofort erkannt, innerhalb 30 Minuten behoben. Seitdem funktioniert die neue Navigation ohne Probleme. Das Batterieproblem ist soweit eingegrenzt, dass wir sicher sind, die neue Batterie gekauft in Bornholm ist die Ursache. Gefunden habe ich das mit Hilfe von Heinz Dirnberger, meinem technischen Fernberater und einer Kontrolle eines Volvo Penta Ingenieurs, gerade auf dem Schiff von Ruedi Büchi damit beschäftigt, 2 x 475PS Motoren softwaremässig in Gang zu bringen.

0600 Morgens von Tallinn weg

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In diesem Hafen waren wir. Im Hintergrund eine russisch orthodoxe Kirche. Jahrgang 2013. Mitten im Plattenbauhochhausquartier von ca. 100’000 russischstämmigen Einwohner Estlands. Die Kirchenweihe hat niemand geringeres als Kyrill I. (bürgerlich Wladimir Michailowitsch Gundjajew), Patriarch von Moskau und damit der Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Kirche.

Wie war das mit dem gegenseitigen Provozieren?

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War bis anhin alles offen und weitsichtig, ab Helsinki kommt jetzt Segeln im Hasenstall. Da kann es schon vorkommen, dass dir ein Megakreuzfahrer zwischen 2 Steinhaufen 80 m auseinander entgegenkommt.

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Und so sehen die dann aus, die Steinhaufen. Und von denen gibts es hier 100’000 ende

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Unser Hafenplatz lag ganz links. Mitten in der Stadt. Teuer. Jeden Morgen konnte man seine 2 Croissants abholen. Umsonst.

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Am Hafen. Mit Senatsgebäude und im Hintergrund die Kaiser Alexander russisch orthodoxe Kirche

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Diese Kirche wurde während der russischen Besatzung im Jahr 1872 errichtet

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Der Dom zu Helsinki, eine lutheranisch Kirche. Der Dom gehört zum zwischen 1820 und 1850 erbauten klassizistischen Zentrum Helsinkis. Erbaut von Carl Ludwig Engel. Der Bau wurde 1852 fertiggestellt. Zunächst war sie zu Ehren des russischen Zaren Nikolaus I. benannt.

Nachdem Finnland 1917 unabhängig geworden war, wurde der Name in Suurkirkko („Großkirche“) geändert. 1959 wurde die Kirche zum Dom von Helsinki.

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Vom Dom aus überblickt man den gesamten Platz. Das Gebäude mit Säulen ist der finnische Senat. (Rückseite)

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Zar Nikolaus I. vor “seiner” Kirche

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Morgens um 0100 Uhr.

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In unmittelbarer Nähe unseres Standortes liegen die 6 finnischen Eisbrecher. Die älteren (beiger Aufbau sind atomar betrieben, die neueren (blau) fahren mit Schweröl.

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Mehr zu sehen gibt es diesmal nicht von Stadt und Sehenswürdigkeiten. Wir waren schon oft hier und haben viele andere, nicht touristische Orte besucht.

Arabia ist eine finnische Keramikfabrik, die Produkte aus Steingut und Porzellan herstellt. Diese werden unter der gleichnamigen Marke vertrieben. Zum Angebot gehören Geschirrserien sowie Einrichtungs- und Geschenkartikel.

Unter anderem wurde von Arabia das von Kai Franck entworfene Steingutgeschirr „Kilta“ hergestellt, welches als Designklassiker gilt, oft kopiert wurde, und heute seinen Platz in zahlreichen Museen innehat. Alvar Alto und Kai Franck, beides weltberühmte Designer haben die Firma Ittala gegründet, welche heute als Dachgesellschaft die Produkte weltweit vertreibt.

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Der alte Turm ist geblieben, alles andere ist neu und neuer.

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Kunst aus Alltagsgegenständen. Fliegende Teller, das Farbspektrum mit Windlichter und eine umgekehrte Pyramide aus Scheren, wie wir sie alle kennen.

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Das Farbspektrum mit lauter Kerzenwindlichter aus Farbglas

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Man muss nur genügend davon aufschichten und schon ist die Bratpfannensäule fertig

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Unsere klassische Haushaltsschere als Kunstwerk

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Êin Kunstwerk aus lauter Multitoolwerkzeugen

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Oder Löffel an der Decke

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Im Kreis bis unters Dach. Schaufeln.

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Kupferplatten als Druckvorlagen für Geschirrdekorationen

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Und hier einige der Klassiker (Tassen) aus dem Hause Arabia

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Für jede Geschirrform eine Kupferplatte (seitenverkehrt) mit den Ornamenten. Die Farbe worde auf die Platte aufgerollt, abgezogen und eine Stärkefolie bedruckt. Diese Stärkefolie wurde nass auf das Geschirr aufgebracht, zentriert, getrocknet und anschliessen gebrannt.

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Und so sah dann das schöne Teil aus

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Und die Kupferplatten waren früher Handarbeit

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Heute sind wir mit dem Schnell Schnellzug nach St.Petersburg unterwegs. In 4 Tagen wieder zurück.

Bis bald

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