Atlantiküberquerung

Seetag 12 – Navigieren nach alter Schule

Erstmals sind die Winde auf ca. 15 ktn zurückgegangen, nachdem es seit dem Start in Mindelo fast dauerhaft über 20 ktn geweht hat. Deshalb auch die Schlangenlinen die wir segeln mussten. Vor dem Wind zuviel Druck, zuviel Welle, zuviel Rollen. Den Parasailor können wir erst seit gestern einsetzen. Er erlaubt uns den direkten Weg nach St.Lucia einzuschlagen. Und was für uns wichtig ist, wir machen erstmals richtig Strecke.

Seit Tagen haben wir schönstes Atlantikwetter. Ca. 30°C Lufttemperatur, das Wasser hat 26.5° C. Nicht unwichtig wenn die Dusche am Heck nur Seewasser ohne Boiler hergibt. Am Nachmittag ziehen dann immer kleine Cumuluswolken auf, darunter auch dunkle Wolken. In deren Nähe ist Vorsicht geboten, die Winde beschleunigen sich.

Viele fragen sich wie wir wissen wo wir sind. Geschätzte 10 GPS Geräte und Antennen zeigen uns auf den Meter genau wo wir auf dem weiten Wasser stehen. Trotzdem versucht man diesen Standort mit dem Sextanten genau zu ermitteln. Auf ca. 5 SM bis 10 SM genau treffen wir unsere Position. Auf See mehr als ausreichend.

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Nik, Paul, Rolf

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