Atlantiküberquerung

Seetag 19 – Der erste Regen

Es kann in so einer Gewitterfront ziemlich stark winden und sintflutartig regnen. Regen hatten wir. Starke Winde während Gewitter aber nicht.

Es kann in so einer Gewitterfront ziemlich stark winden und sintflutartig regnen. Regen hatten wir. Starke Winde während Gewitter aber nicht.

Wir segeln platt vor dem Wind nur mit dem Grosssegel und machen 6 ktn Fahrt. Seit nun 48 Stunden hat sich der Wind um kein Grad gedreht und weht uns mit konstanter Geschwindigkeit in die Karibik.

In der Nacht hatten wir ein kräftiges, lokales Gewitter zu durchfahren. Kurzfristig ist der Wind abrupt auf 35 ktn gesprungen und kurz darauf kam der Regen. Der erste Regen seit dem Start in Las Palmas. Nach ca. 10 min war der Spuk vorbei und das Schiff sauber. Aussen wenigstens.

Wind und Welle stimmen jetzt überein. Alle 7 – 8 Sekunden braust eine 4 bis 5 m hohe Wasserwand heran, hebt das Schiff im Heckbereich an, beschleunigt es und rauscht unten durch. Ein stetiges auf und ab.

Wir sind professionellen Kelp Fischer geworden. Unser Wassergenerator den wir hinter uns herschleppen fängt mit seinem Propeller jedes Stück Kelp (Tang) ein und wickelt es um die Achse des Propellers, bis dieser blockiert ist. Kein Strom mehr. Rausziehen aus dem Wasser, Kelp entfernen, rein ins Wasser. Es muss tausende Tonnen von diesem Kelp im Wasser geben. Richtige Inseln mit bis zu 10 m Durchmesser, oder 100 m lange Bänder liegen hier im Wasser. Zum Glück gibt es Abschnitte ohne diesen Kelp. Blasen vom ewigen hochziehen haben wir alle drei an den Fingern.

Es sind nun noch 499 SM bis ins Ziel

Nik, Paul, Rolf

 

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