Reiseberichte

Hampton’s (stürmisch)

Von New York kommend, in aller Ruhe Long Island (Länge 190 km) entlang zu segeln und in zwar teuren aber sehr uhrigen Marinas zu übernachten, so der Plan. Genau 2 Tage blieben uns, sich irgendwo in einen sicheren Hafen zu verholen, bevor sich ein hurricanähnliches Tief nordöstlich von Montauk am Ende von Long Island festgebissen hat. 2 Etappen bis Easthampton, dort in eine Marina tief im Landesinneren und den Bug gegen die zu erwartenden Sturmböen gestellt.

Wie sich das ausging, am Ende dieses Berichtes.

Vorabend zum Startpunkt der Sommerreise 2017, Liberty Marina in Jersey City. Im Hintergrund Finanzdistrikt von Manhattan.

Nochmals vorbei der Liberty. Nur mit dem Boot kommt man so nahe ran.

Um den Finanzdistrikt herum in den Eastriver eingefahren. In den Eastriver entwässerts sich ca. 50% des Long Island Sundes. Entsprechend sind die Fliessgeschwindigkeiten bei Ebbe und Flut. Ganz rechts der Pfeiler der Brooklyn Bridge.

Die Ostseite von Manhattan sieht vom Wasser aus weniger imposant aus. Die Türme sind klotziger und breiter und weniger auf „Schönheit“ aus.

Die Flut hat uns mit bis zu 12 knt über Grund (ca. 20 kmh) bis in den Long Island Sund gespült.

Links Jersey City wo Thaani 14 Tage gelegen hat.

Die erste Brücke nach Brooklyn. Danach kamen noch etliche Brücken mehr.

Das UNO Gebäude. Bei Generalversammlungen ist der Eastriver gesperrt.

 

Chrysler Building. Nachts eines der am schönsten beleuchteten Hochhäuser

Alle Brücken über den Eastriver sind sicher gegen 100 Jahre alt. Hier steckt eines der schlummernden Probleme der USA: Infrastruktur.

Die Seilbahn wurde nur gebaut, um dem täglichen Stau von ca. 1 Std zu entgehen (für Fussgänger natürlich)

Manhattan von sehr, sehr weit weg. Die höchsten Türme hat man noch in 35 SM Entfernung gesehen.

Leuchtfeuer, alle irgendwann um 18?? erbaut.  Execution Rocks N40°52.69 / W073°44.27

Oyster Pond Reef Leuchtfeuer   N40°09.81 / W072°13.41

 

Hampton’s bzw. die Hampton’s ist der Name einer Region am Ostende der Insel Long Island des US-Bundesstaats New York. Der Name leitet sich von den dortigen Städten Southampton, East Hampton, Westhampton, Bridgehampton und Hampton Bays ab. Die Hampton’s liegen zwischen 130 Kilometer (Westhampton) und 230 Kilometer (Montauk) von New York City entfernt.

Seit vielen Jahrzehnten gelten die Hamptons als das Mekka der Superreichen und dienen vorrangig wohlhabenden US-Amerikanern als Wochenend- bzw. Sommerresidenz. Zahlreiche Milliardäre sowie Persönlichkeiten aus Industrie, Finanzwirtschaft, Film und Fernsehen haben hier ihre Domizile. Die Immobilienpreise der Hamptons gehören zu den höchsten weltweit.

Das Gebiet wurde den Indianern im 17. Jahrhundert vom Siedler Lion Gardiner für den Gegenwert von 24 Äxten, 24 Mänteln, 20 Spiegeln und 100 Ahlen abgekauft.

Der Leuchtturm von Montauk. Eines der Wahrzeichen der Hampton’s

Leuchturm von Montauk. Noch vom ersten Präsidenten der USA, George Washington in Auftrag gegeben. Stillgelegt kurz nach dem 2. Weltkrieg, von Freiwilligen seit mehr als 50 Jahren wieder in Betrieb genommen.

Heute sind es keine komplizierten Fresnel Linsen mehr die das Licht bis 24 SM weit leuchten, einige LED Lampen tun es auch.

In dieser Richtung, Nord Ost wollen wir weitersegeln

 

Die Strandhäuser in den Hamptons, Feriendestination der reichen New Yorker. Eine Hundehütte kostet hier schon mal $ 100’000.-!!! Ein normales Haus, alle Häuser sind hier aus Holz, geht nicht unter $ 3’000’000 weg. Alles was grösser ist als normal hat nach oben keinen Preis mehr.

Entlang der ganzen Ostküste von Long Island reiht sich ein grösseres bis riesiges Haus ans andere. Und die kämpfen seit ca. 30 Jahren gegen die Erosion. In spätestens weiteren 30 Jahren ist diese 1.Reihe an Häuser im Meer verschwunden.

 

Da war ein Preisschild dran!  4.9 M. Bis ans Meer ca. 20 Meter. Bis zum „sicheren“ Untergang jährlich $170’000 Abschreiber.

Die Hampton’s sind eine gewaltige Anhäufung von extrem feudalen Häuser sehr reicher Leute. Sehen kann man nichts, alles hinter Hecken versteckt.

Strandhäuser

Eine Gruppe junger Chinesen. Haben wohl den Mercedes vom Vater bekommen an diesem Sonntag. Alle Frauen auf’s Dach, das gibt sicher tolle Bilder! Eine Dame ans Steuer, der Fotograf hat sie aufgefodert ein Stück zu fahren. Das war fatal!

Eingegraben. Und dann ging es erst richtig los. Ein bischen Sand weggraben, wieder versucht anzufahren. Noch tiefer rein. Am Schluss lag der Unterboden auf dem Sand. Im Hintergrung sah man die Flut langsam steigen. Dann sind die Amis gekommen und haben den Chinesen gesagt was sie tun müssen um da wieder wegzukommen. Die haben wieder ein „bisschen“ gebuddelt. Dann haben die Amis gezeigt wie es gehen soll. Die Chinesen haben ein bischen angestrengter gebuddelt. Das sei viel zu wenig haben die Amis gesagt, und haben den Chinesen gezeigt wie es richtig geht. Die Chinesen haben geklascht, daraufhin haben die 5 Amis den Wagen selber ausgebuddelt!!!!!!!!

Eine Ami am Steuer, die Chinesen hinten gestossen und draussen war der Mercedes. Da sie alle Fenster offen hatten, haben die durchdrehenden Räder ziemlich viel Sand ins Innere des Luxuswagens geschleudert. Auch den Sand wird wohl ein Ami in der Garage raussaugen.
Ein Schelm wer diese Geschichte mit dem Verhältnis USA China vergleicht.

Wetter am Sonntag. Sonnig, leichter Wind. Sturmpause. Gegen 18:00 hat es wieder mit 20 bis 30 knt geblasen.

Am Montag hat das Tief dann nochmals an Kraft zugelegt, aber wesentlich moderater. Montag auf den Dienstag war der Spuk vorbei.

Nächster Ort ist am Dienstag Newport Rhode Island, Segelzentrum der USA

Bis bald

Paul

 

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