Reiseberichte

Maine

Ein langer Weg von Boston bis nach Maine. Nun sind wir hier in Maine angekommen im Reich der Crab Pots und der vielen Inseln. Crab Pots?  Ganz Maine ist eine Lobster Farm! Geschätzte alle 50 m in jeder Himmelsrichtung ist so eine Hummerfalle. Und oben schwimmt ein typischer Schwimmkörper.

Aber alles der Reihe nach

Bosten im Kielwasser. Eine elegante Stadt.

Angelegt in Gloucester, an einer Boje. Abgeholt von einem ehemaligen Fischer, links, und einem ehemaligen Flugkapitän, der heute die Segler in ihren Booten an den Bojen abholt und wieder hinbringt.

Und hier werden Lobster angeliefert. Maine soll pro Jahr über 15’000’000 Lobster à ca. 500 Gramm an die Märkte liefern. Und alle gefangen in Lobsterkörben versenkt im Meer. Daran eine dicke Schnur und oben ein Schwimmer.

Das Denkmal für die Fischer in Gloucester. Heute mag das ein einträglicher Job (wenn man Lobster fängt) sein, früher eher ein Himmelsfahrtskommendo.

Wie bei den Amis üblich, alle die für die Nation ihr Leben liessen, werden auf Tafeln und Gedenksteinen verewigt. Hier sind es alle Fischer die nicht mehr in den Heimathafen zurückkehrten. Fein säuberlich pro Jahrgang aufgeführt. 5368 Fischer und Seemänner, die ab 1830 bis 1980 über all die Jahre auf See geblieben sind.

Und hier die Lobsterboote. Meistens ist ein Fischer alleine unterwegs um seine maximal 600 „Crab pots“ zu heben, die Lobster einzusammeln, neue Köder anzubringen und die Körbe wieder zu versenken.

Und diese Schwimmer sehen wir wenn wir durch Maine segeln. Von 10m bis 50 m Wassertiefe muss man pro 50 m mit einer solchen farbigen Boje rechnen. Sobald man also in Landnähe kommt fängt die Kurvenfahrt an.

Das sind Krabbenkörbe von früher. Links ein Crab Pot von heute. Die zu kleinen lobster, man füttert die auch mit, kann ganz unten Links aus dem schwarzen Schlitz entkommen. Bis er zu dick ist und nicht mehr durch kann. Dann landet er in der Pfanne.

Am Tag darauf wollten wir weiter. Sichtweite ca. 20 m. Den Schooner haben wir auf dem Radar schon lange gesehen. Reel auf ca. 20 m.

Und auch bei Nebel sind die Crab Pots Schwimmer noch da. Ziemlich anstrengend. Zum Glück hat sich der Nebel nach ca. 2 Stunden gehoben.

Wir haben einen Stopp auf einer Insel weit im Atlantik draussen gemacht. In der Hoffnung migrierende Wal in die Arktis zu sehen. Rund um das Bojenfeld, und mitten drin, werden Krabbenpötte gesetzt. Alle 2 Tage müssen sie gehoben werden. Alle Lobster raus, den alten Köder für die Möven, einen neuen Köder in den Korb und wieder versenken.

Ca. 15 Minute nach dem Bild von oben kam der Nebel wieder. Der Nachbar an der Boje war keine 15 m entfernt.

Tags darauf hatten wir ein bischen bessere Sicht.

In Portland, eine der grösseren Städte in Maine, haben wir eingekauft im Hinblick auf viel kommende Natur. Und die Austern waren hervorragend.

Maine ist das Land der Leuchtürme. Beim Einlaufen in Portland wurden wir von einem Gewitter überrascht. Bei max. 10°C Aussentemperatur! ein Gewitter.

Und der gleiche Leuchturm beim Auslaufen und bei Sonne. Das Wetter beschert uns täglich ausser Schneefall alle Varianten.

Nach Portland fängt der Inselgarten an. Felsige Insel, viele unbewohnt.

Wohnhaus mit Leutturm

Gestoppt haben wir nach Portland in einem der typischen kleinen Häfen von Maine. Port Clyde. An einer Boje mit Blick auf den uhrigen kleinen Hafen.

Und kurz danach alles im Sonnenschein der untergehenden Sonne.

Schwierig zu fotografieren. aber so sieht es überall aus wenn die Wassertiefe weniger als 50m beträgt. Und da muss man durch. Darüberfahren geht nicht, die Leine die senkrecht nach unten geht könnte vom Propeller um die Welle gewickelt werden. Dann geht nur noch tauchen und schneiden. Bei weniger als 10°C. Besser man fährt Slalom.

Und schlafende Robben trafen wir auch mehrere an. Wir sind 20 m an ihnen vorbeigefahren, sie haben kurz geschaut und weitergepennt.

Einlauf Camden. Einem der ursprünglichsten Fischerorte in Maine.

Hier hat es noch mehrere ursprünglich segelnde Fischerschooner. Hier bekommt man eine Vorstellung wie hart dieses Geschäft für die Fischer waren. Die heutigen Lobster Fischer haben es glauben wir einfacher.

Dieses Bild haben wir überall gesehen. Bäume mit hellgrünen Blätter. Seit Norfolk haben alle Laubbäume die selbe hhellgrüne Farbe. Wir fahren mit dem Frühjahr nach Norden.

Sonntag in Maine

Angelegt ganz hinten im Hafen von Camden. Ursprünglich gebliebene Schooner.

Ebbe

Und hier sind wir. Dort wo der blaue Kran ist liegen wir darunter. Speziell ist, wir haben erst wieder WIFI wenn wir mit der Flut höher steigen und wieder Kontakt zur WIFI Antenne haben. Schneller schreiben.

Die nächsten Tage warten wir hier in Camden eine Schlechtwetterfront ab. Ist die durch segeln wir noch 2 Etappen entlang und durch die Schären von Maine, danach setzten wir nach Nova Scotia über. Mehr dazu später.

Bis bald

Paul

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