Reiseberichte

Nach Nova Scotia, Canada

Je weiter nach Norden, desto weniger Bevölkerung, umso mehr Natur, und Krabbenpötte. Der nördliche Teil von Maine, an der kanadischen Grenze, ist sehr schön. Die Wildnis hat hier noch ihren Platz. Wirklich zu sehen gibt es kaum noch was, ausser Natur pur. Und je weiter in den Norden, desto freundlicher und gesprächiger die Leute.

Wenn dir das passiert, dass ein Adler sich auf deiner Windantenne niederlässt, dann kann das sehr schnell CHF 1’000.- und mehr kosten. Zum Glück war es beim Nachbarn!!

Eines der Wahrzeichen von Maine. Ist überall anzutreffen. Ich weiss aber nicht wie diese Ente heisst.

Eine Insel neben der anderen. Völlig bewaldet. Und viele Felsen rundherum!

An den unmöglichsten Stellen wird nach Hummer gejagt.

Seit Jahren vermehren sich die Robben ziemlich schnell. Logisch, die fangen ja nur noch Lobster und keine Fische mehr. Mit den zunehmenden Robbenzahl kommt auch wieder ihr der grösste Fressfeind zurück. Der weisse Hai. Und zwar nur die wirklich Grossen. Nur diese halten die tiefen Temperaturen für eine gewisse Zeit aus, dafür gibt es Robben satt. Wir haben keinen gesehen!

Am Weg immer wieder die Dörfer mit ihren Warfs

Und Lobstersammelstellen, oft geschätzte tausend Jahre alt, hat es auch immer

Das 2. Standbein von Maine: Segeltouren auf alten Frachtsegler. Und die sind im Originalzustand, also ohne Motor.

Und hier ein solcher ursprünglicher Segler. Sie stossen ihn mit einem Gummiboot aus dem Hafen raus, früher Rudern, dann werden Segel gesetzt. Und die vielen Farbtupfer, alles Krabbenpots.

Mal ein guter Platz in Southwest Harbor. Bis ich beim Bezahlen die Rechnung gesehen habe: $ 160 pro Nacht!

Und so sehen die Autoplaketen in Maine aus. Lobster überall.

Und auf dem Dach Segler unter Vollzeug.

Gleich daneben die amerikanische Stromversorgung. Chaotisch aber mit System.

Und dann sind wir zum Lobnsterschmaus. Hier sieht man den Tidenhub. Der Steg ist bei Flut noch ca. 50 cm über Wasser.

Aus dem Becken in die Waage….

Mit mehr oder weniger Widerstand

Einer wog 1.65 Pfund, ca. 750 Gramm. Beide 1.5 kg. Kostenpunkt ca.$45.-

Und gleich rein in den Brühsack. Jeder Sack hat eine Nummer, die bekommt man auf der Quittung.

Nach dem Einpacken kommt der Hummer für 15 Minuten ins kochende Wasser. Dann wird die Nummer ausgerufen und man kann das Teil holen.

Und hier kommt dann alles wieder raus.

Und so sieht ein klassischer Hummer à la Maine aus. Hummer an Buttersauce mit Corn

Mit Esslatz und der Hummer ist dort geritzt wo er brechen muss, um an das Fleisch zu kommen.

Und so sieht das dann aus was aus dem Hummer wurde. Ich kann nur sagen, jeden Cent wert.

Zurück auf dem Boot hat sich Maine von der freidlicheren Seite gezeigt.

Um nach Kanada, Nova Scozia,  zu kommen mussten wir den Golf überqueren, gut 100 Seemeilen. An und für sich kein Problem, wenn nicht die höchsten Tidenströme auf dem amerikanischen Kontinent anzutreffen wären. Und das Wetter war auch alles andere als stabil. Frühmorgens um 04:30 weg. Vorher war nicht möglich, man wäre blind durch die Krabbenpots gefahren, wohl nicht sehr weit.

Die Schlangenlinie war die Tide, Versatz von ca. 5 SM, einmal nach oben, einmal nach unten.

So sah es kanpp 12 Stunden vor der geplanten Querung aus. Wind satt. Der rote Strich unsere Strecke

Und das 12 Stunden später. Der Wind war weg. Typisch, direkt hinter der Front ist das meistens so, geblieben ist nur der Seegang. Wir also bei Winden um 12 – 15 Noten mit viel Gewell nach Kanada.

Tags darauf schon wieder die nächste Front, weniger agressiv.

Einige Morgenstimmungen beim Auslaufen nach Nova Scotia um ca. 04:30

Hier hat sich der Wellengang vom Vortag bereits angekündigt. Wir sind mit guten Winden und Sonnenschein in Nova Scotia in Yarmouth angekommen, mit Sonnenlicht. 7.2 Knoten Schnitt.

Nun sind wir in Nova Scotia, Canada. In den nächsten Tagen geht es ziemlich gemütlich bis Halifax.

Bis bald

Paul

 

 

 

 

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