Reiseberichte

Halifax

In Halifax haben wir das Boot komplett gecheckt. Zusammen mit Rolf alles getestet. Und vieles ersetzt. Wir wollen sichergehen, dass Thaani die 2 Monate bis Nordirland schadlos übersteht. Denn Unterstützung und Ersatzteillieferungen dürfen im hohen Norden kaum erwartet werden.

Dieses Jahr feiert Canada seinen 150. Geburtstag.

Zur Kontrolle des Unterwasserschiffes haben wir einen Taucher beauftragt.

Ziemlich kalt, 9.8°C Wassertemperatur

Er hat das Unterwasser Boot gereinigt und die verlorene Anode aus Zink, welche als Opferanode die Chromstahlwelle und den Messing Propeller vor Korrossion schützen soll, unter Wasser montiert. Metall im Salzwasser (Elektrolyt) wird vom darin befindlichen Sauerstoff angegriffen und oxidiert, es bildet sich ein galvanische Zelle. Dabei werden dem Metall Elektronen entzogen und die positiv geladenen Ionen gehen in Lösung über, das Metall korriodiert. Deshalb baut man unmittelbar neben den zu schützenden Metallen (Propeller, Welle) ein negativer geladenes Metall, wie z.B. Zink, ein, das dann anstelle von Propeller/ Welle etc. „gefressen“ wird. Ist jährlich zu ersetzten.

In der Nähe von Peggy’s Cove hat es eine ehemalige Gletscherlandschaft mit unendlich vielen Findlingen.

Und mittendrin das Dorf Peggy’s Cove.

Hier der Hafeneingang, kaum 10 m breit

Typische Fischer-Häuser am Meer.

Die Boote, alles Lobsterfischer, liegen vom 1.Juni bis 31. Oktober still. Keine Fangsaison in Canada

Die Wohnhäuser selber stehen höher über dem Wasser

Und das ist in Canada das Sujet in den Top 3. Der Leuchtturm von Peggy’s Cove.

Und deshalb steht der Leuchtturm hier, um auf diese Gefahren aufmerksam zu machen. Die Küste Nova’s Scotias ist eine mit Wracks gespickte Küste.

Die Krabbenpot’s alle auf Halde. Gut für uns.

Peggy’s Cove von der Gedenkstätte des Swissair 111 Fluges der 1998 ganz in der Nähe ca.10 SM  abgestürtzt ist.

Gedenkstätte der Swissair

Und zu jedem Ausflug in dieser Gegend ein frühes Nachtessen mit Hummer. Stückpreis CHF 17.-

Auch hier warten die Boote auf den 01.November

Waterfront Halifax. Viele ältere Arbeitsboote liegen hier und sind ab Anfang Juli zu besichtigen.

Halifax war zu Zeiten der grossen Auswanderung nach Nordamerika per Schiff der erste Anlaufhafen für alle Auswanderer in Canada. Heute nehmen die den Flieger.

Hunderte von Dampfern haben all die Emigranten nach Halifax gebracht. Heute betreibt Canada eine Einwanderungspolitik die nur reinlässt, wer hier auch wirklich gebraucht werden kann. Plus einige wenige Flüchtlinge.

Einer der erfolgreicheren Halifaxer:

Samuel Cunard. (21 November 1787 – 28 April 1865). Er hat die Cunard Reederei gegründet, welche heute z.B. die Queen Marry II betreibt. Man erkennt die Cunardschiffe immer am schwarzen Rumpf

Hier in der Royal Nova Scotia Yacht Squadron Marina werden die Schiffe auf eine sehr eigene Art zu Wasser gelassen.

 

Kurz vor der Einwasserung, Es schwamm.

Und Halifax war auch das Rettungszentrum für dieses Boot und die überlebenden Passagiere. Trauriger war, dass von Halifax aus die sehr viele Leichen geborgen werden mussten und hier begraben wurden.

 

Jeder der an der Weiterreise bis Reykjavik teilnimmt, hatte „Hausaufgaben“. Rolf hat unser Handbuch geschrieben, Werner sorgt dafür dass alle notwendigen Ersatzteile an Bord kommen und Paul hat die ganzen Routen und alle navigatorischen Details geplant.

Hier der Link zum Handbuch: Handbuch Nordatlantik 1

Mehr dazu später, wenn wir jeweils einen Internetzugang finden.

Bis bald

Paul

 

 

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