Reiseberichte

Labrador

Der Starkwind hat sich auf eine ganz andere Art gemeldet. Alle Fischer sind reingekommen und haben in den Buchten geankert. Untrügliches Zeichen, sich irgendwo zu verschlaufen. 2 Tage am Anker und draussen auf dem Meer 40 – 50 Knoten Wind. Auch am Anker hat es ganz schön gepfiffen, wir lagen aber in einer sehr gut geschützten Bucht.

Zeit für Fummelwerk. Die meisten Fenderleinen mussten erneuert werden. Spleissen. Rolf und Werner haben das zum ersten Mal gemacht, das Ergebnis war gut.

Und dann war es auf einen Schlag vorbei. Sonnenschein.

Auch im Norden von Neufundland sind die Häuser farbig wie in Norwegen.

Und sie fangen wieder Kabeljau. Aber nur begrenzt. Jeder Einwohner (es hat nicht viele) darf von Juli bis Oktober Samstag 5 Stück und Sonntag 5 Stück für den Eigengebrauch fangen. Diese Lizenz kostet 25 $Can / 20 CHF. Fisch für den Winter. Vielleicht auch nur als Futter für die Schlittenhunde.

Lobster Fangpause

Man sieht, hier sind die Lobsterfischer weniger reich als ihre Kollegen in Maine. Alles Natur (ausser den Nägel)

Die Ordnung haben sie hier nicht erfunden. Man könnte ja alles irgend wann nochmals brauchen, also lässt man es liegen wo man es hingestellt hat.

Die Landschaft ist rauh und die Bäume klein. Jeder Einwohner kann für 40 $Can ca. 30 Ster Holz schlagen für den Eigengebrauch. Viel Arbeit aber wenig Kosten

Jetzt Anfangs Sommer wächst das Gras hier oben sehr schnell.

Viele Boote haben jetzt Fangpause und werden überholt, gestrichen etc.

Ein letzter Sonnenschein vor der Dämmerung

 
 

Begegnet man diesen Fischtrawlern, sehen die gar nicht so gross aus. Sie haben aber sehr starke Motoren und entsprechend dimensionierte Propeller.

Hinter der Werft haben wir auf Google Earth einen kleinen Steg gesehen. War perfekt. Und das Restaurant auch nur einige Meter entfernt.

Die Farben kurz vor dem Eindunkeln sind schon sehr eindrücklich hier im Norden.

Dann ging es nach Labrador. Gemäss Iceplan sollten wir Eisberge sichten. An der Küste von Labrador haben wir diese dann auch gesehen, fast weggeschmolzen. Eigentlich nur noch Eisstücke. Die grossen Eisriesen kommen dann schon noch.

Der Hafenmeister, kaum sind wir in den Hafen eingebogen, hat den Dieseltruck gerufen. Segelboote brauchen immer Diesel.

Per Telefon wurden die Kreditkartendaten durchgegeben, bezahlt und dann wurde aufgefüllt. Wir haben vom Anlegen bis zum Wasserfüllen und Tanken kaum eine halbe Stunde gebraucht. Ohne was zu tun. Zack Zack und freundlich

Die Tochter des Truckers wollte unbedingt ins Schiff. Mit vereinten Kräften hat man sie ins Boot gebracht, raus konnte sie wieder selber.

 

Und die haben, wie immer, gehofft, es fällt auch für sie etwas ab. Der Hafenplatz inkl. Strom hat übrigens 10 CHF gekostet.

Von L’Anse au Loup in Labrador nach Battle Harbour, einem der ältesten Fischerdörfer in Labrador. Und dann waren sie auf einmal da. Gestrandete Eisberge, und solche die noch schwammen aber auch auf Grund laufen werden.

Aussicht nach den Eisbergen

Und auf einmal kam Hektik auf.

Der erste Eisberg.

Nicht zu nahe ran, man weiss ja nie. Es hat ziemlich kräftig geblasen an diesem Tag.

Battle Harbour. Fischerdorf seit 1775.

Und die kleinen Dinger im Vordergrund macchen uns mehr Sorgen als die grossen Brocken. Wir werden am Tag auslaufen um möglichst schnnell den Labradorstrom zu queren.

In diesen Hafen können die Eisberge nicht kommen. Sie stranden vorher.

Und die die sich an den Eisbergen nicht sattsehen können, hier ein „kleine“ Auswahl an Eisbergen die wir passiert haben.

 

Morgen werden wir nach Grönland übersetzten. Das Wetter ist gut, die Winde auch. Wir haoffen die Passage in ca. 4 Tagen zu schaffen.

Mehr später

Bis bald

Paul

 

 

 

 

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