Reiseberichte

Bis Kopenhagen

Anholt – Hundested-Helsigör-Kopenhagen

Hundested

The same procedure as everday!!! Kommst du später als 14:00 Uhr rein, muss man sich irgendwo reinklemmen. Lästig.

Ein wirklich lebendiger Hafen. Läden, Boutiken, Restaurants und Leute, Leute, Leute.

Kurz vor dem Gewitter, Marina von Hundested.

Kein schlechter Platz auf Platz 2 in der Reihe

Und hier die Ursache dieser Platz-Misere. Urlaub am Marinasteg. 30 CHF Parkgebühr mit fliessend kaltem Wasser und eigenem Bett!

Kurz nach Sonnenaufgang, dick eingefettet auf den Steg neben dem Boot, bei Sonnenuntergang das Ganze zurück.

Ausflug mit Fahrrad ins Grüne, respektive Gelbe. Denn mittlerweilen sind sogar die Büsche verdorrt.

Hier auf einem 25’000 m2 Grundstück lebte Knud Rasmussen. Ein Polarforscher, aufgewachsen in Grönland und mitverantwortlich, dass Grönland heute (noch?) zu Dänemark gehört.   https://de.wikipedia.org/wiki/Knud_Rasmussen

Auf seinen verschiedensten Reisen rund um den Nordpol hat er vorallem ethnologisch das Leben der Inuit (Eskimos) beschrieben. Es gilt heute noch als Standardwerk.

Blick vom Haus aus auf den Kattegat

Der Radweg, mehrheitlich auf Schotterwegen, führte auf und ab der Küste entlang. Vorbei an älteren, reetgedeckten Häuser und modernsten Villen.

Innengarten eines Hauses um 1850

Helsingör

Kaum von der Marina weg Richtung Innenstadt, in einem verfallenen Industrieareal, eine Skulptur entdeckt die keiner Worte bedarf.

Die Stadt Helsingör ist eine Mischung aus alt und neu.

 

Schloss Kronborg

Schon von Weitem sieht man dieses riesige Schloss. Früher hätte der Segler anlegen müssen und seinen Sund-Zoll” in die Kasse des Königs zahlen müssen. Von irgendwas musste der Riesenklotz ja bezahlt werden!!!

Während 400 Jahren war dieses Schloss das Hauptquartier für das Eintreiben der Sund Passage. Kronborg war eine Legende während seiner Glanzzeit im 15. Jahrhundert. Seine furchterregenden Kanonen direkt auf die durchsegelnden Schiffe im Sund gerichte sorgten dafür, dass die Sund Taxe dem König bezahlt wurde

Diese Zölle füllten die Kassen des Dänenkönigs Frederik II, der mit diesem Geld begann das Schloss im Renaissance Stil auszubauen. Das Schloss wurde zum Zentrum des höfischen Lebens des Nordens. Bis es 1629 grösstenteils niederbrannte und danach nur noch zum Eintreiben der Zölle diente. Im 30 jährigen Krieg eroberte Schwedenkönig Gustav Adolf das Schloss, es verkam zur Festung und Stallungen für die Pferde.

Heute, renoviert, besuchen ca. 250’000 Leute das Schloss im Jahr.

Die Befestigungsanlagen sind wirklich riesig.

Gut ersichtlich am Modell. Mit dem Wasser gerechnet eine 3 fach Sicherheit.

Innenhof

Im Innern eher schlicht. Nach dem Brand 1629 wurde das Schloss wieder hergestellt, aber nicht mehr der ehemalige luxuriöse Innenausbau.

Zu damaligen Zeitpunkt reiste der gesamte Hofstaat von Schloss zu Schloss. Nur die Möbel (und grossen Bilder) die nicht transportierbar waren, wurden in diesem Gang gelagert bis dieses Schloss wieder an der Reihe war zum Bewohnen.

Einzig die Kapelle mit den bemalten Holzschnitzerein ist noch im Originalzustand.

Ursprünglich geht die Figur Hamlet auf einen jütländischen Prinzen zurück. William Shakespeare  verlegte für seine Tragödie Hamlet den Ort des Geschehens nach Schloss Kronborg in Helsingør (engl. Elsinore).

Ab ca. 1920 waren im Sommer für die Hamletaufführungen immer auch Hollywoodschauspieler verpflichtet worden. Hier Richard Burton auf der Bühne links in schwarz und rechts auf dem Bild

Auch hier im Schloss Kronborg                                                                                                  OL  Robert Shaw, OR Christopher Plummer (Oscarpreisträger 2012)                               UL Weiss ich nicht mehr  UR Micheal Caine

Tags darauf mussten wir früh los. Spätestens um 11:00 in Copenhagen um einen Liegeplatz zu erhaschen. Gleich neben der kleinen Meerjungfrau, in einem kreisrunden Hafen haben wir einen Platz gefunden. 1 Std später rammelvoll.

Wir mussten aus der Marina in Richtung Kopenhagen einen ca. knapp 300° Bogen um das Schloss fahren. Im frühmorgendlichen Licht war Kronborg noch imposanter

Nun sind wir in Kopenhagen, suchen einen Fahrradvermieter und werden hier die Stadt besuchen.

Bis bald

Paul

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