Reiseberichte

Im Süden auf einer Farm

Der Süden ist klimatisch wesentlich feuchter. Hügeliger und grüner. Und somit noch mehr Schafe, mehr Rinder und neu immer wieder Hirsche, meistens einige 100 pro Einfriedung.

Daneben ist die Region touristisch erstaunlich gut erschlossen. Man kann Dutzende Wasserfälle mit einer kurzen Regenwaldwanderung machen. Es scheint auch dass alle “Verrückten” sich in diesem Teil niedergelassen haben, die Dichte an schrulligen Museen ist hoch!

Bei Allan und Helen haben wir auf deren Farm ziemlich anschaulich mitbekommen wie die Landwirtschaft hier so funktioniert.

Blick von der Hintertür.
Rechts unten ein Kleiderschrank mit Bügel, Darauf eine Mikrowelle und oben 2  Küchenschaps. Über dem Bett Stauraum für Kleider.Ein bisschen weiter vorne WC und Dusche.

Der einzige Ort im Camper wo man sich weder Kopf, noch Ellbogen oder Knie anschlägt!!!

Unter dem WC ist ein Chemie WC Tank. Den kann man von der Seite rausziehen und wie ein Rollkoffer zur Dump Station karren.

Catlins. Diese Region war vor der Ankunft der Siedler ab 1830 komplett bewaldet. Urwald.

Und immer wieder ein Besuch am Pazifik

Die Neuseeländer sagen diesem Vogel Muschelfresser

Du gehtst nichtsahnend dem Strand entlang, kommt ein Seelöwe aus dem Wasser.

Und wackelt den Strand hoch. Wir waren dem völlig egal

Und dann wurde er müde von den 20 Meter an Land!!!

Hinlegen und ausruhen

Oben im Sand vergraben ein “grösserer” Kollege. Den musste man wohl begrüssen.

Was der gar nicht lustig fand. Wie eine Furie ist er aus dem Sandbad geschossen und hat den Kleinen verjagt. Und wir 15 Meter daneben.

Diese Blumen (keine Ahnung wie die heissen) haben wir zum ersten Mal in einem Garten in England gesehen. Hier wächst das wie Unkraut.

Und dann einer der vielen Wasserfälle im Regenwald. 10 Minuten hin, 10 Minuten zurück. Und im Wald ein Vogelgezwitscher und der Wald hatte einen ganz speziellen Regenwaldgeruch.

Farne in allen Grössen

Wasserfall

24 auf der Farm von Allan und Helen.

Landbesichtigung nach Neuseeland Art. 3 Frauen und Allan vorne drin, 3 Männer hinten auf dem Offroader. Allan hat seine Farm ca. 500 Hektaren an seine Söhne verkauft. Diese haben je nochmals ca. 300 Hektaren Wald und Wiesland zugekauft.

Gemäss Allan haben für ihn die Hirsche das beste Preis – Nutzenverhältnis. Im Süden gibt es für Hirsche ein eigenes, riesiges Schlachthaus, wo das Hirschfleisch nach der schlachtung dirket verpackt und gefroren wird. Hasuptabsatzmarkt: Deutschland

Und immer hat er gehalten und uns erklärt, wo wie was. Seine Tiere, 15’000 Schafe ca, 1500 Rinder und Kühe sowie knapp 1000 Hirsche leben das ganze Jahr draussen. Ohne Unterstand, ohne Zusatzfutter, reinste Bio Haltung.

Die Schafe werden einmal im Jahr geschoren, die Wolle bringt soviel ein wie die Scherer kosten. Auch für die Schafe gibt es spezielle Schlachthäuser, auch deren Fleisch geht zu 98% in den Export.

Allan hat uns auch seine Famileiengeschichte erzählt. Sein Grossvater ist von England mit dem Segelschiff in Neuseeland angekommen. Da mittellos, hat er sich in den Kohleminen im Westen der Insel verdingt. Mit dem verdienten Geld hat er Wald gekauft. Das war so billig und zur damaligen Zeit nutzlos, dass er sich einige 100 Hektaren Wald zulegen konnte mit dem Geld aus den Kohleminen.

Vorne gerodet, hinten ursprünglicher Wald. Allans Grossvater kam ca. 1880 von England nach Neuseeland. Mittellos. In den Kohleminen des Westens konnte er Geld ansparen. Mit dem Geld hat er “wertlosen” Urwald geklauft, fast 1000 Hektaren. Und von Hand begonnen zu roden!!!!!!

Allans Grossvater musste von Hand roden. Ca. 1 Hektare schafften sie so pro Jahr. Allans Vater konnte sich einen Bulldozer zulegen und ca 10 Hektaren pro Jahr roden. Allan erwirtschaftete soviel Geld dass er Rodungsteams bezahlen konnte und sich so 500 Hektaren Grasland erarbeiten. Und Allans Söhne verdienen das Geld um gerodetes Grasland zu kaufen.

Ca. 1’500 Angus Kühe und Rinder

Und unzählige Schafe. Das Land von Allan reicht bis zur 3. Hügelkette.

Lost Gibsy   Ein Sammler von Schrott der daraus kleine Kunstwerke baut und mit dem Touristenstrom sein Geld verdient. Ein bisschen wie Jean Tinguely.

Pottwal Briefkasten

Gremlin Töggelikasten

Und ein paar Kilometer weiter wieder der Pazifik

Und wieder ein Regenwaldweg. Diesmal zu einem kleinen See.

Ein anderer Track zu einem Wasserfall. Die Wege sind breit und gekiest. Gut zu gehen.

Ja und dann kam die Jagd nach den Pinguinen, Wir wollten endlich einmal einen sehen. Ein einzelnes Exemplar kam geschwommen

Es war schon zu Dunkel für ein “korrektes” Foto

Und beim einzigen Foto das gelang auf über 200 m beisst sich der kerl doch tatsächlich in den Allerwertesten!!!!

Und wir waren nicht alleine. 1 Pinguin auf 250 Touristen

ss

Ganz im Süden gibt es die Domolition World. Ein Abbruch Museum. Die Firma entsorgt allte Häuser, die Frau des Hauses macht daraus ein Freiluftmuseum wie Ballenberg. Wie haben die Menschen früher gelebt!!

Eine Bäckerei vor 100 Jahren

Trödelläden

ss

Alte Schiedten

Und jene Menge an Bau und Wohnungsschrott

Als letztes an diesem Tag stand eine Höhlenbegehung auf dem Programm

Die Höhle wurde nach 30 Meter immer enger, schmaler und nur noch 120 cm hoch.

Da haben wir Höhle  Höhle sein lassen und sind wieder raus.

Als nächstes geht es Richtung Milford Sound. Wie 1000 andere Touristen auch. Mal sehen was dabei rauskommt.

Bis Bald

 

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