Reiseberichte

Im Süden der Nordinsel

Im Süden der Nordinsel

Wellington mussten wir leider auslassen. Wir sind als ziemlich letzte aus der Fähre gekommen, alle Camper vor uns. Und gefühlt alle wollten Wellington anschauen. Wir hatten alle verfügbaren Parkplätze für 24 h gespeichert im Navi und sind einen Parkplatz nach dem anderen abgefahren. Alles besetzt, resp. es warteten 2 bis 3 Camper auf einen Platz. Eine Option wäre gewesen, ca. 12 km in einen Holyday Park und mit dem Bus in die Stadt. Da es schon 13:30 war, nicht wirklich zielführend. Anderntags nochmals in die Stadt, hätte unseren Plan umgeschmissen. Also sind wir ca. 120 km an der Westküste hoch gefahren.

Von Wellington der Westküste entlang bis Foxton. Von dort bis Stratford inkl. Vulkan Mt. Taranaki. Von dort durchüber den forgotten world Highway bis zum Lake Taupo

Hier noch das letzte Bild des Innenraumes des Campers. Gasherd 3 Flammen, Spülbecken mit Kalt und Warmwasser, Darunter Kühlschrank mit viel Power und Schapps für das Geschirr. Und ganz oben ein Dunstabzug.

Dort haben wir dafür einen ziemlich einmaligen Strand gefunden. Schwemmholzstrand. Und eine Tafel die besagte: The Beach is a road. Dem war auch so, mehrere Fischer sind mit ihren Trucks auf dem Strand dorthin gefahren wo es wohl am meisten Fische gab.

Dünenlandschaften

Minidüne. Es hat ziemlich kräftig gewindet. So hat sich diese Minidüne gebildet die ziemlich schnell gewandert ist. Immer wieder gingen kleine Sandlawinen runter. Die Höhe dieser Minidüne: Ca. 1 m

Skulpturen im Sand durch den Wind

1000 von Ster Schwemmholz

Unser Ziel der Mt.Taranaki. Vulkan, 2515 MüM. Man sah ihn bereits auf über 100 km Entfernung

Immer näher

Ds ist Neuseeland live. Wie bei uns, im Sommer überall Baustellen.Fast immer wird der Verkehr durch wirklich einmalige Gestalten geregelt. Und das besondere daran, die winken jedem Wagen zu wie wenn sie die Insassen kennen würden.

Oft das einzige alte Gebäude in den kleineren Städten, die Post

Cap Egmont mit dem Leuchtfeuer und dahinter der Taranaki

Unser Ziel war eine Aussichtsplattform an der Vegetationsgrenze

Mitten durch dichtesten Regenwald

Eine Maori Säule. Unscharf wegen dem Gegenlicht

Und dort oben, unweit der Plattform, ein Kleinkraftwerk. Ununterbrochen in Funktion seit 1905.  Die Kiwis behaupten, das älteste noch intakte und laufende Kleinkraftwerk. Der Schaltkasten ist auch noch 1905, wie ich so knapp ums Ecke erkennen konnte. 150 KW/h /  230 V Dauerleistung.

Regenwaldpflanzenstudium

Aussicht von der Plattform. Links der Pazifik, rechts die Tasmansee

Und mit dem Tele der Mount Red Hill auf der Südinsel, ca. 250 km entfernt

Nach dem Vulkan sind wir weiter nach Westen. Auf dem vorgotten World Highway. Zuerst haben wir gedacht, Marketuing. Bis uns keine Auto mehr entgegenkam, die Häuser zerfallen und unbewohnt waren. Und neben uns immer die Eisenbahnlinie, die sie von Stratford bis Taumaruni gebaut haben um 1880. Nur ein Beispiel: Irgendwann waren wir müde von den Kurven und Ecken. Angehalten und Picknick gemacht am Strassenrand. Nach ca. 30 Minuten sind wir weiter. In der Zeit sind 2 Auto’s an uns vorbei, 2 Flugzeuge sind im Tiefflug über die Täler geprescht und ein Velofahrer. Das ganze ziemlich surreal.

Kaum eine Fläche. Schroffe mit Gras bewachsene Hügel. Und natürlich Schafe und Rinder ohne Ende. menschen haben wir keine gesehen.

Dann eine ansammlung von ein paar Häuser. Vor 130 Jahren lebten hier 300 Menschen. Heute vielleicht 20

Und so sah der Laden um 1880 aus

Postkutschenhalt und Hotel, um 1900

Innen eine Einrichtung mit Gegenständen von früher wie diese Motorsäge. Und Bilder von lokalen Rugbyteams

Und Spüche an allen Wänden

Wächter der Bilder der Vergangenheit

 

Nach dem Farnwald sind wir bis zum Lake Taupo. Ziemlich gross. Auf dem Weg dorthin sind wir durch bizarre Landschaften gefahren. Überall dort wo man in die Weite sehen konnte, habe ich ein Panoramabild geschossen. Auf 150km hatte es kaum eine gerade Strecke, nur Kurven.

Links der Pazifik, rechts die Tasmansee

Und mitten in Nirgendwo, kommt man dazu etwas Weitsicht zu haben, der Vulkankegel.

Durch diese Täler haben sie auch eine Eisenbahn gelegt. Heute stillgelegt. Man kann mit Golfcarts die auf ein Bahngestell montiert sind die Strecke zum Teil abfahren. Wir haben darauf verzichtet mit 30 km/h immer nur ganz unten in den Tälern durchzufahren.

Morgen geht es an den Pazifik, danach in die Vulkanwelten um Rotorua.

Bis bald

Paul

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