Reiseberichte

Vulkanisches und Wald

Vom Lake Taupo bis ins vulkanische Gebiet um Rotorua

Der Umweg über die Hawkes Bay ist dem neuseeländischen Wein geschuldet. Leider hat das Ist die Erwartung nicht erfüllt. Man beginnt zu verstehen, warum in den Supermärkten ca. 70% australische Weine im Angebot sind. Wenige neuseeländische Weine haben die geforderte Qualität, dafür aber den doppelten Preis. Und das geht auf die Länge wohl kaum auf.

Vom Lake Taupo haben wir einen Umweg über die Hawkes Bay genommen bis ins vulkanische Gebiet um Rotorua.

Das ist nichts Vuklkanisches, sondern Morgennebel. Nachts wird es schon ziemlich frisch.

Dann habe wir einfach mal gehalten an so einem Hot Pot. Und sind rein

Dunkles Wasser, salzig aber klar und 43.5°C heiss. Lange hält man das nicht aus, man überhitzt quasi.

Arboretum, mitten im Nirgendwo

Ganz oben auf einem der vielen Pässe, hätten wir vor knapp 100 Jahren dieses Bild angetroffen.

Ein Vermögen später ein Arboretum über ca. 130 Ha. Natürlich von einem spleenigen Briten angelegt und ausgebaut und ausgebaut… bis das Vermögen weg war und er es Neuseeland geschenkt hat.

Wenig Früchte und Blumen, sondern hauptsächlich Bäume

Und von denen hat es ca. 5’000 Sorten und Arten aus der ganzen Welt Schwergewicht Asien.

Und das sind heute keine Spinner, sondern knallhart rechnende Maoris. Neuseeland (damals Empire)hat sich mit den Maoris bezüglich Land geeinigt!!!. Den weisen Siedler das Farmland, den Maoris der restliche Busch. Vertrag ist aber Vertrag

In den letzten 80 Jahren ist der Export von Föhren und Pinienholz gewachsen, gewachsen …. und heute werden Schiffsladungen davon nach China exportiert. So haben einzelne Maoris verspätet aus dem Vertrag doch noch etwas erhalten. Die Föhren und Tannenwälder sind riesig, gut möglich dass es einer Fläche der Deutschschweiz übertrifft.

Es wird mit schwersten Maschinen abgeholzt. Das Restholz bleibt liegen, und in dieses Durcheinander werden neue Setzlinge gepflanzt. Zu 100’000 tausenden. Das Restholz vermoddert und zersetzt sich, die jungen Bäume, eng aneinander gepflanzt müssen nach oben um Licht zu haben. Resultat, gerade, astloste Stämme.

Wir sind eine über 20 km schnurgerade Strasse gefahren und links und rechts nur Nadelhölzer und auf den Strassen Holztransporter ( viele und schneller als wir!!).

Gross un Klein nebeneinander

Aufgeforstet

Orakei Korako (Ort der glitzernden Bewunderung auf Maorisch)

Eine der grössten Sinterterassenbildung der Welt. Die Geysire erwachen unregelmässig, aber ca. 25 Stück sind bekannt auf diesen Terassen. Leider wurden in den 60 er Jahren ein Stausee erbaut in dem ein Teil der Sinterterassen verschwand, inkl. einem Geysir der bis zu 90 m hoch aus der Erde herausschoss.

Also muss man heute halt per Boot zu den Sinterfelsen

Sinterterasse über die das immer noch ziemlich heise Wasser hinabströmt und die im heissen Wasser gelösten Mineralien sich in dem erkaltenden Wasser sich absetzten und über die Jahrhunderte diese Terassen bilden.

Die kleinen, kochend heissen Wasserstrassen suchen sich immer wieder  neue Wege. So gelangen an eine Stelle rote Silikate, an andere Stellen dunkle ?? usw.

Und es entstehen über die Jahrtausende Terassen

Und mitten drinn in diesem heissen Umfeld, Farne und anderes Grün

In dieser Kalkwand brubbeln ca. 10 stark kochende Wasserlöcher

Das ist so ein Wasserloch. Links und rechts der Sinterterassen, mitten im Busch kommt Dampf und Schwefel an die oberfläche, 2 m darunter hört man das Wasser zischen.

Das Grüne sind Algen die gerade noch so leben können wenn sich das Wasser auf weniger als 50°C abgekühlt hat. Für mich war es im Hot Pot mit 43.°5C schon zu heiss!!!

Kochendes Wasser.

Sinterterasse

Und darüber eine Fläche in der der Sinterboden z.T. nur 20 mm dick ist, darunter das Inferno!!

Mitten im Busch raucht es

Von ganz oben. Der Rundlauf, man geht immer auf einem Holzsteg. Und man hält sich garantiert an die Weisung, den Holzsteg nicht zu verlassen!!!

Und gegenüber ein Farnwald, mal ein bischen grün eingefärbt!!

Blubberder Schlamm. Weil es seit Wochen nicht geregnt hat, sind sie ausgetrocknet.

Rotorua. Stadt auf heissen Quellen

In Rotorua ist einer der grössten Maori Stämme zu Hause. Wir also zu Fuss dorthin. In jedem dritten Garten hat es gedampft, und gestunken (Schwefel). Jedem sein Hot Pot. Und im Park ein ca. 150m x 150 m grosser See, kochend.

Im gleichen See Teile, die weniger heiss sind und sofort werden farbige Mineralien ausgesondert.

Maori Zentralhaus. Links neben dem Mittelpfosten referiert der zukünftige Clanchef warum was so ist und so bleiben wird.

All Blacks. Jede neuseeländische Nationalmannschaft tritt in schwarzen Leibchen an. Selbst die Segler am Amerikas Cup waren schwarz gekleidet. Unter All Blacks verstehen die Leute hier das Rugby Natioanlteam. Im Rugby sind die Neusseländer Weltklasse. Vorne ein paar zähe, schnelle und smarte Neuseeländer britischer Abstammung und hinten stehen noch zähere, schnellkräftige 2 m Maori Monster. Eine wirklich sehr sehr erfolgreiche Mischung.

Governers Palast mit Maorifirguren die den Vertrag von 1835?? darstellen

Very british.

Crocket Club. Jeden Morgen um 10:00 ist Ladysplay

Die Maori machen heute noch ca. 15 bis 18% der Bevölkerung aus. Dazu zählen alle Leute, die sich als Maori bezeichnen. Also auch Weisse die so leben wollen. Wirtschaftlich gesehen sind sie unbedeutend, mit Ausnahme der Waldbesitzer (Das sind aber wenige). Mehr als 40% leben von der Sozialhilfe. Gesetzlich sind sie integriert, die Sprache und Religion ist geschützt. Als Tourist kommt man nur mit wenigen in Kontakt.

Weiter geht es Richtung Nord, mehr dazu später

Bis bald

Paul

 

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