Rezept

Gaeng Kiao Wan: Grünes Curry mit Poulet und Aubergine

Grünes Curry lebt von frischen Chilis, die schnell schärfen und ebenso schnell wieder abklingen. Mit Poulet, Aubergine und Kokosmilch wird aus der Paste ein vollständiges Gericht für vier Personen.

3 Min. Lesezeit

Gaeng Kiao Wan: Grünes Curry mit Poulet und Aubergine

Gaeng Kiao Wan, auf Thai พริกแกงเขียวหวาน, ist das grüne Thai-Curry, das man aus jedem Take-away kennt: satt grün, cremig durch Kokosmilch, mit einer Schärfe, die schnell kommt und genauso schnell wieder verschwindet. Anders als bei der roten Paste stammt die Farbe nicht von getrockneten, sondern von frischen grünen Chilis.

Das Gericht ist jünger, als man meinen würde. Die ersten Erwähnungen stammen aus dem frühen 20. Jahrhundert, entstanden in den Küchen Zentralthailands. Dort standen frische grüne Chilis das ganze Jahr über zur Verfügung, im Norden arbeitete man dagegen mit getrockneten Sorten. Diese frischen Chilis geben dem Curry bis heute seine helle, kurzlebige Schärfe.

In unserer Paste stecken bereits Zitronengras, Galgant, Korianderwurzel und Kaffirlimettenschale, dazu die frischen grünen Chilis selbst und eine Prise Kreuzkümmel für die Tiefe. Wer die Zutatenliste eines klassischen Rezepts kennt, weiss, wie viel Einkauf und Vorbereitung das erspart. Für das Rezept unten bleibt nur noch übrig, was sich nicht einlegen lässt: Fleisch oder Tofu, etwas Gemüse und die Kokosmilch.

  • 4Portionen
  • 25 Min.Zubereitung
  • 4/5auf der THAANI-Skala

Einkaufsliste

Das brauchst du noch

  • 1 Glas THAANI Grüne Currypaste (3 EL für dieses Rezept)
  • 500 g Pouletbrust oder fester Tofu
  • 2 kleine Auberginen (ca. 300 g), in Stücken
  • 400 ml vollfette Kokosmilch (1 Dose)
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 TL Palmzucker oder Kokoszucker
  • 1 rote Peperoni, in feinen Streifen
  • eine Handvoll Thai-Basilikum
  • Saft einer halben Limette
  • 300 g Jasminreis

Zubereitung

  1. Reis kochen. Jasminreis nach Packungsangabe zubereiten, während das Curry entsteht, so ist am Ende alles gleichzeitig fertig.
  2. Paste anbraten. 1 EL vom festen Kokosfett oben aus der Dose (oder Pflanzenöl) im Wok erhitzen, Currypaste zwei Minuten bei mittlerer Hitze braten, bis sie deutlich intensiver duftet und dunkler wird. Genau dieser Schritt löst das Aroma aus der Paste.
  3. Poulet dazugeben. Pouletbrust in Streifen schneiden, in den Wok geben und rundum ansieden, bis nichts mehr roh aussieht. Nicht zu lange braten, das Fleisch gart im nächsten Schritt weiter.
  4. Mit Kokosmilch auffüllen. Restliche Kokosmilch angiessen, aufkochen, Auberginen dazugeben und 8 bis 10 Minuten köcheln, bis sie weich, aber nicht zerfallen sind.
  5. Abschmecken. Fischsauce und Palmzucker einrühren, kurz ziehen lassen, mit Limettensaft abrunden. Erst probieren, dann nachjustieren.
  6. Fertigstellen. Vom Herd nehmen, Basilikum und Peperonistreifen unterheben, sofort mit Reis servieren, solange die Kräuter noch frisch riechen.
Grünes Curry schmeckt nach Frische, nicht nach Schärfe. Wer die Paste zu heiss anbrät, verliert genau das.

Varianten und Tipps

  • Vegetarisch: Tofu statt Poulet, den Tofu vorher kurz separat anbraten, damit er Farbe bekommt, und Fischsauce durch helle Sojasauce ersetzen.
  • Mehr Gemüse: Bambussprossen, grüne Bohnen oder Erbsenauberginen zusammen mit den Auberginen mitkochen.
  • Schärfer: eine zusätzliche frische Peperoni schon mit der Paste anbraten, statt sie erst am Ende zuzugeben.
  • Cremiger: das Verhältnis von Kokosmilch zu Wasser erhöhen und dafür etwas mehr Paste verwenden, damit der Geschmack nicht verwässert.

Nach dem Öffnen hält sich die Paste im Kühlschrank bei +2 bis +6 °C, am besten mit einer dünnen Schicht Öl bedeckt. Fertiges Curry lässt sich auch einen Tag im Voraus kochen und am nächsten Tag sanft aufwärmen, der Geschmack wird dadurch eher runder. Ein Glas ergibt rund 10 Portionen Curry, also gut zweieinhalb Mal dieses Rezept.