Rezept

Gaeng Phet: Rotes Curry mit Rindfleisch und Bambussprossen

Gaeng Phet gilt als die Mutter aller thailändischen Currypasten und bringt mit getrockneten Chilis eine tiefe, warme Schärfe. Mit Rindfleisch, Bambussprossen und Kokosmilch wird daraus ein klassisches rotes Curry für vier Personen.

3 Min. Lesezeit

Gaeng Phet: Rotes Curry mit Rindfleisch und Bambussprossen

Gaeng Phet gilt als die Mutter aller thailändischen Currypasten, auf Thai พริกแกงเผ็ด. Viele andere Currys sind Abwandlungen davon, meist mit weniger oder anderen Chilis. Getrocknete rote Chilis geben ihm eine Schärfe, die tiefer und wärmer sitzt als die helle Schärfe von frischen Sorten.

Chili ist dabei gar nicht die älteste Zutat der thailändischen Küche. Erst im 16. Jahrhundert brachten portugiesische Händler die Schote nach Südostasien, vorher schärfte man mit Pfeffer. Trotzdem ist Rot heute das Curry, an dem sich alle anderen messen, auch geschmacklich.

Knoblauch, Zitronengras, Galgant und Kaffirlimettenschale stecken bereits in der Paste, dazu Garnelenpaste für die Tiefe und Koriandersaat für die Würze im Hintergrund. Was für das Rezept unten fehlt, ist schnell eingekauft: Rindfleisch, etwas Gemüse und Kokosmilch.

  • 4Portionen
  • 30 Min.Zubereitung
  • 4/5auf der THAANI-Skala

Einkaufsliste

Das brauchst du noch

  • 1 Glas THAANI Rote Currypaste (3 EL für dieses Rezept)
  • 400 g Rindfleisch (z. B. Huft), in dünnen Streifen
  • 400 ml vollfette Kokosmilch
  • 100 g Bambussprossen, abgetropft
  • 1 rote Peperoni, in feinen Streifen
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 TL Palmzucker
  • einige Kaffirlimettenblätter, fein geschnitten (falls vorhanden)
  • eine Handvoll Thai-Basilikum
  • 300 g Jasminreis

Zubereitung

  1. Reis kochen. Jasminreis nach Packungsangabe zubereiten, so ist er fertig, wenn das Curry fertig ist.
  2. Paste anbraten. 1 EL Öl oder das feste Kokosfett von oben aus der Dose im Wok erhitzen, Currypaste zwei bis drei Minuten braten, bis sie ziegelrot wird und deutlich duftet. Das ist der Moment, in dem sich die getrockneten Chilis öffnen.
  3. Rindfleisch angaren. Fleischstreifen zugeben und bei starker Hitze kurz anbraten, bis die Aussenseite nicht mehr roh ist. Nicht zu lange, sonst wird das Fleisch zäh.
  4. Auffüllen. Kokosmilch angiessen, aufkochen, Bambussprossen dazugeben und 5 Minuten köcheln, bis das Fleisch durch ist.
  5. Abschmecken. Fischsauce, Palmzucker und Limettenblätter einrühren, kurz ziehen lassen, dann probieren.
  6. Servieren. Peperonistreifen und Basilikum kurz vor dem Servieren unterheben, mit Reis anrichten.
Je länger die Chilis getrocknet und die Paste angebraten wird, desto runder wird die Schärfe. Abkürzen lohnt sich hier nicht.

Varianten und Tipps

  • Mit Poulet oder Crevetten statt Rindfleisch, Garzeit entsprechend verkürzen, damit das Fleisch nicht zäh wird.
  • Vegetarisch mit festem Tofu, kurz angebraten, und heller Sojasauce statt Fischsauce.
  • Mehr Gemüse: dünne Auberginenscheiben oder Zuckerschoten zusammen mit den Bambussprossen mitgaren.
  • Wer es milder mag, reduziert die Pastenmenge auf 2 EL und gleicht mit etwas mehr Kokosmilch aus.

Nach dem Öffnen hält sich die Paste im Kühlschrank bei +2 bis +6 °C, am besten mit einer dünnen Schicht Öl bedeckt. Vom fertigen Curry schmeckt oft schon der Rest vom Vortag intensiver, weil sich die Aromen über Nacht setzen. Ein Glas ergibt rund 10 Portionen Curry, also gut zweieinhalb Mal dieses Rezept.